Ich kenne deine Sehnsucht. Die Sehnsucht nach einem Gegenüber. Nach einem Menschen, der dir Zuneigung entgegen bringt, der die tiefen Stellen in dir berührt, die verletzt und einsam sind. Nach einem Menschen, der sich nicht abwendet, wenn er dich nackt und hilflos sieht.
Du bist auf Beziehung angelegt. Dein Wunsch nach Nähe ist legitim und gewollt. Un-Abhängig wirst du nur aus Beziehungen heraus, niemals ohne sie. Es gibt eine gewollte Abhängigkeit, deren Wunsch sich zu binden nicht erlischt und sei er noch so oft missbraucht und enttäuscht worden.
Du selbst bist. So wie ich bin. Mein Ebenbild lebt in dir und will sich herausbilden. Un-Abhängigkeit ist jedoch ein Preis, den kein Mensch zahlen kann ohne dass er verkümmert und Schaden nimmt.
Wenn ich doch nur dein Herz berühren und meine Hand auf deine offenen Wunden legen könnte. Mein Herz trägt deine Trauer. Hab’ auch du den Mut und erkenne sie. Es steht dir Raum dafür zu.
Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände,
deine Mauern habe ich immer vor Augen.
Gott durch Jesaja, Kapitel 49
Bei mir ist Raum genug für dich. Und auch Menschen sind in deiner Nähe, die nicht vor dir zurückschrecken. Ein Stück meiner Gnade und Zuneigung dir gegenüber liegt in ihren Herzen. Wie sehr wünsche ich, dass deine Augen dies erkennen und dein Herz es glauben mag.
Bitte gib’ dich nicht auf. Gib’ auf vor denen, die mit dem Anvertrauten vertrauensvoll umgehen, damit Friede einziehen kann und deine Wunden versorgt werden.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch;
nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.
Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.
Jesus in Johannes, Kapitel 14