Zwangspause
Bronchitis und Blasenentzündung. Wer hat sich sowas nur ausgedacht? Und dann bei diesem Wetter. Vor allem Letzteres macht mir schwer zu schaffen. Weniger körperlich als vielmehr die Tatsache an sich. War ich doch der festen (während unzähligen Zeltlagern gefestigten) Überzeugung so etwas könnten nur Frauen bekommen.
Jetzt sitz’ ich also hier, bin krank geschrieben und zur Zwangspause verdonnert. Das Antibiotikum kämpft für mich und ich bin aufgefordert mir Ruhe zu gönnen. Gut, machen wir das. Viel Tee trinken ist auch kein Problem und das Rauchen lässt man (meist) gerne bleiben, wenn der Hals brennt als wäre eine Horde Katze mit ausgefahrenen Krallen darüber gelaufen.
Fühlt sich an wie Ferien. Nur dass man etwas matt ist und daheim bleiben muss
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Bruce und der Fallschirm
Erstellt am 16. Juli 2006 um 15:13 Uhr von Daniel
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Gedanken
Vorgestern fuhr ich am Autobahnkreuz Walldorf vorbei und sah’ diese Plane unter der Leitplanke liegen, die mich an einen Fallschirm erinnerte.
Ich bin mir sicher, an dieser Stelle muss kurz zuvor Bruce Willis aus einer brennenden Propellermaschine abgesprungen sein, die einen Moment später natürlich explodierte und auf die Felder stürzte. Bruce Willis hat sich mit dem Handrücken die mit Blut und Ruß verschmierte Stirn abgewischt und sich auf den Weg gemacht. Sein angebrochenes Bein hat sicher geschmerzt, doch er liess sich nicht irritieren während er die Wälder in Richtung Mannheim durchquerte – seine Mission war schliesslich ein weiteres Mal die Welt zu retten und in solch einer Situation wiegen derartige Kleinigkeiten nicht all zu viel.
Wo er wohl jetzt gerade ist?
Wir sind Weltmeister
Erstellt am 2. Juli 2006 um 10:14 Uhr von Daniel
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Medien
Das ganze Land sei für ihn zum »Laboratorium« geworden, er sehe Menschen in einem »spielerischen Umgang in allen Abstufungen der Identifikation« – allem Treiben auf den Straßen liege »ein großes Streben nach Übereinstimmung, nach Gemeinschaft« zugrunde, das der Alltag nicht mehr befriedige.
[...]
»Wir sind zwar einsamer geworden«, sagt Kaschuba ins theatralische Gebrüll des Fernsehkommentators hinein, »aber es ist nicht so, dass wir dadurch in unserer kulturellen Grundausstattung autonomer geworden wären: Unsere Kleidung, unsere Schönheit, unsere Klugheit, all das macht keinen Sinn, wenn wir es nicht kommunizieren können.« Jedes Bild von den Tribünen, von den Straßen und Plätzen erzähle ihm genau das.
Professor Wolfgang Kaschuba, Ethnologe
Das Zitat entstammt einem sehr guten Zeit-Artikel zur Weltmeisterschaft, den du hier selbst lesen kannst.