Johannes hat mich durch einen Artikel an eine Konferenz erinnert, die mich schon letztes Jahr durch einen Redebeitrag beeindruckt hat in dem Sir Ken Robinson ein Überdenken der bisherigen Ausbildungskonzepte forderte und von einem notwendigen Paradigmenwechsel in der Bildung junger Menschen gesprochen hat.
Der Schwerpunkt seines Vortrags handelt von Kreativität, wie diese durch die vorhandene (schulische und universitäre) Ausbildung leicht im Keim erstickt wird und von der Notwendigkeit einer Ausbildung, die Kreativität als innovative und zukunftssichere Kraft fördert.
Es ist beeindruckend, ihn reden zu hören. Nicht nur sein Humor ist sehr anziehend, sondern auch seine Thesen sind verständlich und gehen tiefer.
Er spricht unter anderem davon, dass unsere Ausbildungssysteme Fehler nicht erlauben und Kinder, die eigentlich als kreative Wesen geboren werden, diese natürliche Kreativität – aus Angst davor Fehler zu machen – verlieren. Die Stigmatisierung des “Irrens” und das Bestrafen von “Fehlern” innerhalb unserer Ausbildungssysteme sorge dafür, dass wir als Erwachsene verlernt haben in einem kreativen Prozess wirklich neue und innovative Dinge zu entwickeln.
Hier kannst du dir den Vortrag anschauen.
1 Kommentar bisher
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Sehr schöner Vortrag, allerdings nur sprachlich dank des britischen Humors. Inhaltlich waren das Trivialitäten, die sich seit den 60ern in Büchern, die man heute in muffigen Teilbibliotheken mit nostalgischem Gefühl (die Kleidermode!) durchblättern kann, niedergelassen haben.
Verwirklicht sehe ich diesen Kreativitätsansatz nur in Waldorf-Schulen – mit den bekannten ideologischen Problemen. In staatlichen Schulen wurde das durch die Instanzen heruntergefiltert und als Zugeständnis an den Zeitgeist in Form von Stuhlkreis und Gemeinschaftsarbeit im Unterricht integriert – natürlich ohne die gottgleiche Autorität des Lehrers und den Kanon in Frage zu stellen, wo kämen wir da hin!
Außerdem hat es immer eine Spur von Lächerlichkeit, wenn sich zwecks eines Symposiums Menschen, die von der sozialen Ungleichheit, die nicht zuletzt auch die Bildungsungleichheit bedingt (und umgekehrt), profitieren, zusammenfinden, um zwanglos und auf der selbstironischen Metaebene (das kitzelt so schön!) genau über diese Ungleichheit und deren Konsequenzen zu reden, natürlich unter der stillschweigenden Voraussetzung, dass ihre Position und die damit verbundenen Bezüge bei eventuellen Veränderungen im Diskurs (oder gar System) erhalten bleiben, bitte schön.
Was bleibt also? Ken Robinson bekommt von den Industriesponsoren, die sich gerne mit Kreativ-Events schmücken und assoziieren, einen dicken Scheck, die Schlipsträger haben sich köstlich amüsiert und versprechen bei Fingerfood und Austausch der Visitenkarten (\
Kommentar von Brechreiz am 05.04.2007 um 14:34Einen Kommentar hinterlassen