Ohne Worte
Underneath the door
My father was a doctor
who would come home late at night
with a soul so bruised and bleeding
from his unending faithful fight
to keep a hold of kindness
in a world that isn’t kind
to hold out the hope of healing
to his hurting human kind.
Then he’d flee back to his study
to his bookish quiet place
with notes and books and journals
to all in his special space.
And then he’d lock the door from things
that cannot be locked out
and his youngest son would starve for what
he would always do without.
But it was meant to make me who I am
and for all these many years
still the little boy down on his knees
full of hope and full of fear
calling underneath the door:
“This is me, it’s who I am”.
For we love the best by listening
when we try to understand.
Desperate stubby fingers
pushing pictures ‘neath the door
and longing to be listened to
by the man that I adored.
Inside someone who needed me
just as much as I did him
still unable to unlock the door
that stayed closed inside of him.
And it’s strange the way we tend to flee
from what we need the most.
That a father would lock out his son
when his heart would hold him close.
But our wounds are a part of who we are
and there is nothing left to chance
and pain’s the pen that writes the songs
and they call us forth to dance!
© by Michael Card
Das Lied live gespielt kannst du bei Youtube ansehen & anhören.
Sprachlos
Erstellt am 8. Mai 2007 um 16:47 Uhr von Daniel
Abgelegt unter:
Medien,
Politik
Es ist weniger die konservative Politik an sich, als vielmehr die Affinität ihrer Vertreter zu reaktionärem Verhalten und populistischen Äusserungen, die mir zu schaffen macht. Reaktionäres Verhalten möchte ich in diesem Zusammenhang nicht einmal in der eigentlichen Definition, sondern vielmehr in der unvermittelten, unbedachten, parolenhaft geäusserten und oft von nicht artikulierten Ängsten motivierten Reaktion auf Umstände, Aussagen oder Haltungen Anderer verstanden wissen. Und Populismus ist natürlich nicht nur ein Phänomen, das man ausschliesslich in konservativen Kreisen findet.
Ich stelle fest, dass ich, ähnlich wie Herr Struck, dazu neige auf derselben Ebene zurück zu schießen und meiner Wut freien Lauf zu lassen. Bin ich doch sehr geneigt ihm zuzustimmen, ist es trotzdem wenig hilfreich. Und so bin ich froh über einen Kommentar der Süddeutschen, in dem Herr Prantl es schafft in Worte zu fassen, was ich gerne sagen würde. Er endet mit folgenden Sätzen:
Diese Unverschämtheit [von Herrn Söder, hinsichtlich einer zweiten Amtszeit von Herrn Köhler] war der krankhafte Höhepunkt der Gnadendebatte – und darin zeigt sich eine traurige politische Verkommenheit der CSU. Diese Partei scheint sich in einem Post-Stoiber-Delirium zu befinden. Sie ist offensichtlich derzeit zu ernsthafter Politik nicht in der Lage. Die CSU ist selber der Gnade bedürftig.
Dies gilt insbesondere dann, wenn die CSU sich nun in ihrer Schelte des Präsidenten auch noch bestätigt fühlen sollte. Sie hatte sich heftig darüber empört, dass Köhler den Häftling Klar angehört hatte und ihm deswegen vorgeworfen, er habe einen Terroristen hofiert. Die Anhörung eines Gnadenkandidaten ist aber mitnichten eine Verbeugung, sondern eine Vernehmung – also eine wichtige Grundlage für die Entscheidung. Dem Präsidenten gebührt deswegen Achtung. Missachtung gebührt der CSU.
Mich erinnert dieses üble Schauspiel konservativer “Politiker” an das, was ich einer blinden Linken schon öfter unterstellt habe: unfähig zu einer echten und erwachsenen – im Sinne einer reifen – Auseinandersetzung mit politischen Gegnern zu sein. Unfähig die eigenen Emotionen ehrlich zu zeigen ohne den Anderen mit allen zur Verfügung stehenden rhetorischen Mitteln in die Enge zu treiben.
Und jetzt, da die Entscheidung des Bundespräsidenten feststeht, meldet sich Herr Stoiber wieder einmal zu Wort:
CSU-Chef Edmund Stoiber riet “insgesamt zu einem Stück mehr Gelassenheit” und nahm seinen Generalsekretär ebenfalls in Schutz. “Jeder weiß, dass Generalsekretäre immer wieder auch etwas zugespitzt formulieren. Jeder weiß aber auch, dass der Bundespräsident seine Entscheidungen immer unabhängig trifft”, sagte der bayerische Ministerpräsident.
Ich kann mich einem Kommentar auf diese Äusserungen nur sprachlos anschließen:
Das ist Opportunismus in seiner Reinform….
Wie wohltuend wäre eine Führung unseres Landes, die Vorbilder bereit hält, wenn es um Auseinandersetzungen geht. Herr Köhler stellt ein solches für mich dar, Herr Stoiber und Herr Söder nicht. Und ich bin wirklich (!) froh, dass diese beiden ihr politisches Unwesen nur in Bayern treiben dürfen – auch wenn ihnen selbst dieses Bewusstsein viel zu oft fehlt.