— denkpause

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Körper, Seele und Geist

Ich tu’ mich sehr schwer Wut zuzulassen. Aber sie ist da. Tief in mir schlummert sie.

Liegt das an den Verletzungen, die dahinter verborgen sind? Denn hinter Wut steckt oft der Schmerz einer Verletzung. Liegt es daran, dass ich es mir früh selbst verboten habe weil kein Platz dafür war? Liegt es am Kontrollverlust, den man akzeptieren müsste?

Es gibt und gab Beziehungen zu Menschen, in denen Wut hervorgebrochen ist. Diese Menschen müssen mich dann nicht einmal explizit verletzt haben. Es reicht wenn mein Inneres an Vergangenes erinnert wird – sie also lediglich der Auslöser einer Erinnerung sind. Dann läuft ein Muster ab. Ich baue eine innere Mauer, ziehe mich zurück und verharre still. Die Ambivalenz besteht dann im eigenen Schutz vor weiterer Verletzung und der stillen, aber innerlich lauten, Hoffnung, dass doch jemand kommt und mich rettet – diesem Kind in mir begegnet und es festhält. Damit es weinen kann und sich trotzdem geborgen weiss.

Äusserlich ist meine Hülle in diesem Zustand kalt und abweisend. Verletzt dann womöglich andere. Das tut mir leid!

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Die letzten Tage sind geprägt von einer Flucht. Einer Flucht vor mir selbst. Es gäbe einige Dinge, mit denen ich mich nicht nur auseinandersetzen sollte sondern es auch gerne können würde. Vor allem Dinge in mir drin. Da dies jedoch mitunter ein schwieriges bzw. anstrengendes Unterfangen darstellt such’ ich mir in alten Mustern lieber Ablenkung (jetzt hätte ich fast Abhängigkeit geschrieben – welch freudscher Gedanke) um der Konfrontation mit anderen Mustern, Verletzungen und damit verbundenen Schmerzen zu entgehen.

Dankbar bin ich, dass Gott das schon einige Jahre mitmacht und ‘ne krasse Geduld hat. Bewusst ist mir auch, dass gerade solche Dinge ihre Zeit brauchen. Geduld mit mir selbst hab’ ich, mehr als vor einem Jahr.

Ich wollte es mitteilen. Um wenigstens einen kleinen Schritt aus der Sprachlosigkeit zu treten ;-) .

Dir eine schöne Zeit heute! Egal ob in der Familie, mit Freunden oder auch alleine!

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Aufgrund eines Beitrags meiner Schwester zog ich meinen Schreibblock hervor und entschied mich ein Gedicht, welches ich vor einigen Monaten geschrieben habe, zu veröffentlichen. Ich habe mich zu der Zeit viel mit männlicher und weiblicher Identität auseinandergesetzt und bin gespannt ob es dich anspricht.


Der Mann

Kraft und Autorität.
Gebaut auf Liebe und Hingabe.
Sein Handeln vermittelt Zielstrebigkeit,
Sicherheit und wilde Entschlossenheit.
Mutig tritt er der Brandung entgegen,
bahnt sich einen Weg durch felsiges Gelände,
ruht unter Bäumen aus und liebt die Elemente.
Er kennt seinen Weg und er kennt seinen Gott,
dem sein Vertrauen gilt.
Seine Leidenschaft sind Gerechtigkeit und Gnade.

Die Frau

Zarte und weiche Formen.
Schönheit, Anmut und Eleganz.
Sie nährt und schenkt Geborgenheit.
Ihre Hingabe gilt dem Leben.
Ihre Schwachheit und Verletzlichkeit
geniessen den Schutz des allmächtigen Gottes.
Er schenkt Raum
für ihre lebensbejahende Freude und Entfaltung.
Eine wunderschöne Blume,
die mit dem Alter an Reife gewinnt,
ist nur eine Ahnung ihrer Wirklichkeit.

Gott

Alles in ihm.
Wenn wir dich suchen,
werden wir auch uns finden.
Wenn wir dich erkennen,
erkennen wir uns selbst in dir.
Deine Wahrheit macht uns frei.
Frei zu Sein, frei zu Lieben, frei zu Leben.
Gott, der Vater,
der uns erschaffen hat,
dessen Idee wir selbst sind.
Jesus, der Sohn,
der sich für uns hingegeben hat.
Der Heilige Geist, unser Beistand,
der für uns ist,
der in unaussprechlichen Seufzern
für uns einsteht und für uns bittet.
Seine Majestät, seine Herrlichkeit,
seine Größe, seine Schönheit,
seine Kreativität
finden Ausdruck in allem was geschaffen ist.

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Die Behauptung, ein Mann könne nicht immer die gleiche Frau lieben, ist so unsinnig wie die Behauptung, ein Geiger brauche für dasselbe Musikstück mehrere Violinen.

Honoré de Balzac (1799-1850)

Sehr schönes Zitat, via zitate.de.

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